Schulsozialarbeit

Seit nun mehr als drei Jahren gibt es die Schulbezogene Jugendsozialarbeit an der Regelschule in Elxleben. Das Projekt wird finanziert durch das Land Thüringen in Koorperation mit dem Landratsamt Sömmerda und der THEPRA - Landesverband Thüringen e.V.
Das Schulsozialpädagoge an der Regelschule in Elxleben ist:
Torsten Zahn
Telefon: 015129201561
E-Mail : rs.elxleben@thepra.info

Die Schulbezogene Jugendsozialarbeit bietet:

Die Schulbezogene Jugendsozialarbeit versteht sich als Koorperation von Schule und Jugendhilfe. Im Rahmen dieser Stelle soll jungen Menschen mit Fachwissen, Geduld und Zuneigung geholfen werden, soziale Benachteiligungen und individuelle Beeinträchtigungen zu überwinden. Sie setzt an Problemlagen an, die in der Schule in Erscheinung treten und die Kinder und Jugendlichen am Lernen hindern. Die Persönlichkeit des hilfesuchenden Menschen soll gestärkt, lebenswichtige Kompetenzen sollen vermittelt und somit die beruflichen Chancen verbessert werden. Die Förderung der Eigeninitiative, die Entwicklung und Stärkung des Sozialverhaltens sowie die Anregung der Werteentwicklung sind dabei ebenso wichtig, wie Hilfestellungen für die Alltagsbewältigung zu geben. Die Schulbezogene Jugendsozialarbeit richtet sich mit ihren Maßnahmen und Angeboten in erster Linie an SchülerInnen wobei LehrerInnen, Sorgeberechtigte und enge Bezugspersonen nicht außen vor zu lassen sind. Der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule soll somit unterstützt werden. Monatliche Gespräche mit der Schulleitung bringen den Schulsozialpädagogen in einen guten Austausch was Fälle, Projekte und Bedarfe angehen. Monatliche Fallberatungen, Netzwerktreffen, Teamtage zeigen mittlerweile eine professionelle Grundlage und ein gute Vernetzung des Teams mit Hilfesystemen und Partnern wie den ASD, ASB, Kliniken, Psychologen, Therapeuten, Erziehungsberatungsstellen, Projektpartnern, Jugendamt, Drogenhilfe, Selbsthilfeeinrichtungen, Sonderpädagogen etc.Vierteljährlich haben die Schulsozialpädagogen Supervision, um auch das Team reflektieren und strukturieren zu können. Herr Zahn nimmt eine Vermittlungs-& Brückenfunktion für Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen ein. Durch Angebote von festen Sprechzeiten auch am Nachmittag oder Abend, wie auch gemeinsame Hilfeplangespräche mit Eltern, LehrerInnen und SchülerInnen.
Was Projekte und Veranstaltungen im Jahre 2015/16 angehen, so kann die Schulbezogene Jugendsozialarbeit auf erfolgreiche Ereignisse zurückblicken. Voriges Jahr wurde ein weiterer Landesmedienabend durch Herrn Zahn initiiert. Eingeladen waren SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern. Gastgeber war die MEIFA, der Landesmediendienst Erfurt und Herr Zahn als Schulsozialarbeiter. Thema waren Prävention und Aufklärung über soziale Medien. (Internet, What´s App, Instagram, Snapchat, Youtube, Facebook, etc.) Auf Wunsch vieler Eltern wurde dieses Angebot gemacht. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und soll nach Möglichkeit auch kommendes Schuljahr wieder für interessierte LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern angeboten werden.
Weitere Informationen hier.
Im Sozialen Lernen und Lernen lernen arbeitete der Schulsozialpädagoge eng mit Herrn Ryska (Referendar) zusammen und es konnten einige schöne Ideen in den Unterricht eingeflochten werden. So wurden mit den fünften und sechsten Klassen Projekte im regionalen Naturraum durchgeführt. Diese naturpädagogischen Aktivitäten hatten das Ziel, den Zusammenhalt in den einzelnen Klassen zu stärken, den SchülerInnen die Möglichkeit zu geben, an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten und den Lernort Natur bewusst mit lehrplanrelevanten Inhalten zu verknüpfen. Für die Klassenstufe sieben wurden Kooperations- und Kommunikationsübungen durchgeführt, die genau auf diese Klassen abgestimmt waren. Das Thema Mobbing und Cybermobbing wurde intensiv in den beiden achten Klassen behandelt. Dabei wurde mit Rollenspielen, Filmmaterial und praktischen Einheiten das Thema differenziert bearbeitet. In den Lernkontrollen wurden gute bis sehr gute Ergebnisse erreicht. Dies spricht für eine Fortführung in den folgenden Klassenstufen. Ansonsten wurde im Unterricht im Sozialen Lernen gemeinsam mit den KlassenlehrerInnen Themen wie Flüchtlingshilfe, Respektvoller Umgang miteinander und LehrerInnen gegenüber, Mobbing/Gewalt und Soziale Medien durch Herrn Zahn bearbeitet. Für die neuen fünften Klassen wurde gemeinsam mit den Klassenlehrerinnen ein Projektangebot geplant. Das Projekt hieß »Gemeinsam Klasse werden« Hier hatten die Kinder einen Tag lang die Möglichkeit, sich spielerisch untereinander kennen zu lernen, Freundschaften zu knüpfen und Gemeinsamkeiten (wie gemeinsamer Anreiseweg zur Schule, gleiche Hobbies, Musikrichtung, oder Interessen) zu finden, Fragen an die LehrerInnen und PädagogInnen zu stellen und einen Plan aufzustellen, wie sie die kommenden Jahre gut und respektvoll miteinander klar kommen. Ebenfalls fand eine kurze Vorstellung der Schulbezogenen Jugendsozialarbeit bei den Eltern der neuen fünften Klassen statt. Für das neue Schuljahr soll ein Rätselraumprojekt am Gymnasium in Sömmerda etabliert werden, so dass auch die Regelschule Elxleben und deren SchülerInnen davon profitieren können. Seit einigen Wochen gibt es in Weimar und auch in Erfurt Rätselräume. Der Schulsozialpädagoge in Sömmerda wird mit dem Rätselteam einen Raum am Gymnasium erstellen. Die Kinder haben hier die Aufgabe zusammen im Team viele Rätsel zu lösen, um den Raum wieder verlassen zu können. Nur durch intensive Zusammenarbeit, Teamfähigkeit und guter Kommunikation lassen sich die Rätsel in der vorgegebenen Zeit lösen. Verschiedene Themen können bearbeitet werden. (Rassismus, Mobbing, Gewalt, Teamarbeit, Medien etc.) Kommunikation und logisches Denken sind gefordert.
In der Woche vor den Ferien wurde von Streetwork Sömmerda ein weiteres Nachtstreetballturnier organisiert, an dem Thüringer Schulen und Vereine wie auch Freizeitspieler teilnehmen konnten. Auch die Schulsozialpädagogen waren mit Kindern und Jugendlichen aus vielen Städten und Gemeinden vor Ort um am Turnier teilzunehmen und bei der Organisation zu helfen.
Ein weiteres und interessantes Projekt war das Projekt »Handyfilm – Fair play - gemeinsam am Ball«. Hier waren wieder Herr Lange (Jugendpfleger), das Netzwerk Courage in Erfurt und der Schulsozialpädagoge Herr Zahn beteiligt. Die Schüler mussten hier einen eigenen Film mit dem Handy aufnehmen zum Thema »Flüchtlinge«. Sie konnten gemeinsam mit uns Interviews führen, Szenen zusammenschneiden und sich um den Ton kümmern. Nach einem Besuch beim MDR wurde alles abgerundet und mit großem »Presserummel und Prominenz« am 22.02.16 in Sömmerda ausgewertet.
Ein weiteres Angebot war das »Waldprojekt – back to nature«, was für die SchülerInnen sehr hart, aber für alle Beteiligten sehr gewinnbringend war. In der Planung waren Herr Lange (Jugendpfleger Gera Aue), Herr Ryska (Referendar) und Herr Zahn (Schulsozialpädagoge) beteiligt. Es waren sehr schöne vier Tage, an denen die SchülerInnen und das Team viel lernen und austauschen konnten. Es wurden Freundschaften geknüpft und viel Beziehungsarbeit geleistet. Der Plan im neuen Schuljahr ist es, ein neues Projekt anbieten zu können.
Projekt »back to nature«
[Inhalt, Text und Foto: Torsten Zahn, links]